Mittwoch, April 16, 2008

Ratgeber: Der große PC-Check - Teil:7

9. Einstellungen des DSL-Routers prüfen und verbessern

Sie surfen sicherer, wenn Ihr Pc nicht direkt am DSL-Modem hängt, sondern über einen DSL-Router wie eine Fritzbox ins Internet geht. Die hier eingebaute Firewall kann von einer Schad-Software auf dem PC nicht beeinflusst werden. Für mehr Sicherheit sollten Sie die folgenden Einstellungen prüfen und gegebenenfalls ändern:
Firmware: Auch die Software, die auf dem DSL-Router läuft, kann Schwachstellen haben und das Netzwerk – und damit Ihren PC – von außen angreifbar machen. Prüfen Sie also regelmäßig, ob der Hersteller ein Update anbietet. Einige Geräte zeigen verfügbare Updates auch in der Web-Konfigurationsoberfläche an.
Passwortschutz: Legen Sie für die Konfigurationsoberfläche des Routers ein Kennwort fest. Ist keins vergeben, kann Schad-Software die Einstellungen unbemerkt ändern. Bei der Fritzbox zum Beispiel setzen Sie das Kennwort über „Erweiterte Einstellungen, System, Fritzbox-Kennwort“.
WLAN-Sicherheit: Bei älteren Geräten ist häufig die WEP-Verschlüsselung aktiviert. Diese ist knackbar, so dass andere Personen die Internet-Verbindung ohne Ihr Wissen mitbenutzen und den Netzwerkverkehr abhören können. Stellen Sie daher wenigstens den sichereren Standard WPA oder besser WPA2 ein. Beim WLAN-Adapter in Ihrem PC müssen Sie dann den gleichen Standard wählen und den gleichen Netzwerkschlüssel eingeben. Wenn der Adapter kein WPA/WPA2 bietet, hilft häufig ein Treiber-Update, sofern das Gerät noch nicht zu alt ist.
Port-Einstellungen: Standardmäßig erlaubt die Firewall in einem DSL-Router keine direkten Verbindungen vom Internet zu einem PC im Netzwerk. Server-Dienste auf dem PC und Tauschbörsen-Software erfordern aber die direkte Weiterleitung der Datenpakete. Die entsprechenden Einstellungen finden Sie in der Routerkonfiguration unter „Port-Forwarding“ oder „Portfreigabe“. Prüfen Sie, ob Sie Portfreigaben eingerichtet haben, die Sie nicht mehr benötigen, und deaktivieren Sie diese. Jede Freigabe stellt eine potenzielle Sicherheitslücke dar. Deaktivieren Sie – wenn vorhanden – auch die automatische Portfreigabe über UPnP (Universal Plug & Play). Darüber können Programme die Sicherheitseinstellungen des Routers automatisch ändern.

10. Kühlsystem testen und reparieren

Die meisten PC-Systeme besitzen Lüfter zur Kühlung von Netzteil, Chipsatz und Prozessor. Nach einiger Zeit kann die Leistung der Lüfter nachlassen, weil Staub den Luftstrom blockiert oder der Rotor durch einen Lagerschaden nicht mehr die volle Umdrehungszahl bringt. Die Folgen sind eine Überhitzung des Systems unter Last, damit eine Verringerung der Leistung und im schlimmsten Fall ein Totalausfall. Belastungstest: Um zu prüfen, ob Ihr System auch höheren Belastungen noch standhält, setzen Sie einen Stresstest ein. Für den Test sind Sie jederzeit gerüstet – es reicht das Windows-Zubehör Calc.exe in der „Ansicht, Wissenschaftlich“. Geben Sie hier eine mindestens sechsstellige Zahl ein, und klicken Sie dann auf die Taste „n!“ (für Fakultät). Der Rechner multipliziert also jetzt „1 x 2 x 3 [...] x n“, wobei „n“ für die eingegebene Zahl steht. Ob die CPU diesen Stress packt oder einen Blue Screen produziert, ist auch ohne weitere Hilfsmittel offensichtlich.

CPU-Temperatur: Besser informiert sind Sie, wenn Sie gleichzeitig die Temperatur des Prozessors messen. Sofern Ihrer Hauptplatine kein entsprechendes Tool auf CD beilag, eignet sich meist auch Speedfan. Dass die CPU-Temperatur zunächst deutlich ansteigt, ist zu erwarten; sie sollte sich aber bei einem gewissen Maximum einpendeln. Andernfalls sollten Sie das Rechnergehäuse öffnen und die Funktion der Lüfter überprüfen. Meist genügt es, sie vorsichtig mit Pinsel und Staubsauger zu reinigen. Der Rotor des CPU-Lüfters sollte sich – bei ausgeschaltetem Gerät – leicht mit dem Finger drehen lassen. Wenn nicht, ist das Lager defekt, und Sie kommen um das Austauschen des Lüfters nicht herum.

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Ratgeber: Der große PC-Check - Teil:6

7. Ports und Netzwerkdienste checken

Durch einen Portscan lässt sich feststellen, welche Dienste Ihr Rechner im Internet oder LAN anbietet. Einige davon sind Standard, und es ist in Ordnung, dass sie eingeschaltet sind: Bieten Sie etwa Freigaben an, so müssen die Ports 139 und 445 geöffnet sein. Port 25 etwa dient dagegen zum Versenden von Mail. Haben Sie nicht wissentlich einen Mailserver installiert, darf er nicht offen sein. Ist er es doch, deutet das auf einen Wurm hin, der unautorisiert Mails versendet – höchstwahrscheinlich Spam.
Online-Prüfung: Es gibt im Web verschiedene Anbieter, die Ihren PC
auf Wunsch scannen und das Ergebnis mitteilen. Einen deutschsprachigen finden Sie etwa unter http://portscan.winboard.org. Bestätigen Sie auf der Startseite Ihre IP-Adresse, und klicken Sie anschließend auf „Hier den Test starten“. Der Test dauert ein bis zwei Minuten. Offene Ports sehen Sie danach als rötliche Tabelleneinträge. Unter dem Link „Liste“ können Sie nachschlagen, welche offenen Ports welche Bedeutung haben.
Einzel-PC checken: Im LAN – das heißt auch dann, wenn Sie zu Hause per Router ins Internet gehen – prüft ein solcher Online-Test nie den PC, auf dem Sie ihn ausführen, sondern immer nur den Router respektive dessen Firewall. Nach außen treten alle LAN-Rechner unter dessen IP-Adresse auf. Um einen einzelnen PC im lokalen Netz zu testen, scannen Sie selbst. Dazu verwenden Sie das englischsprachige Scan-Werkzeug Nmap von einem anderen Rechner aus.
Das Gratis-Tool Nmap müssen Sie als Administrator starten, sonst hat es nicht ausreichend Zugriff auf die Netzwerk-Hardware. Tragen Sie unter „Target“ den Ziel-PC ein, wählen Sie unter „Profile“ einen Scan-Typ aus, und klicken Sie auf die Schaltfläche „Scan“. Für Standard-Fälle ist „Regular Scan“ eine sinnvolle Einstellung.
Offene Ports von Anwendungen: Um zu ermitteln, welche Anwendung welchen Port offen hält, öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und geben den Befehl
netstat -ao
ein. In der Spalte „Lokale Adresse“ sehen Sie hinter dem Doppelpunkt jeweils die Portnummern oder den Namen des zugehörigen Dienstes. Für die Portnummern und Dienste, die der Portscan gefunden hat, ermitteln Sie jeweils in der Spalte „PID“ die Prozess-ID. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste, und wählen Sie aus dem Kontextmenü „Task-Manager“. Hier aktivieren Sie „Prozesse aller Benutzer anzeigen“ sowie unter dem Menüpunkt „Ansicht, Spalten auswählen“ die Option „PID (Prozess-ID)“. Nun können Sie für die Prozess-IDs, die laut „netstat“ Ports offen halten, den jeweiligen Programmnamen ermitteln. Kommt dabei „svchost.exe“ zutage, bedeutet das, dass es ein standardmäßiger Windows-Service ist, den Sie bei Bedarf über „Start, Ausführen, services.msc“ konfigurieren können. Sie müssen dabei beurteilen, ob Sie tatsächlich alle aktivierten Dienste benötigen, beispielsweise einen FTP-Server.

8. Internet-Benutzerspuren löschen

Der Verlauf des Internet Explorers (Firefox: „Chronik“) und die „Temporary Internet Files“ (Firefox: „Cache“) enthalten Dateien, die kaum noch Fragen über die besuchten Web-Seiten offen lassen. Hinzu kommen gespeicherte Formulardaten, die etwa im Google-Suchfeld alle getippten Eingaben auf einen Mausklick hin offen legen. Wenn Sie nicht wollen, dass andere Benutzer Ihres PCs diese Infos sehen, sollten Sie sie löschen.
IE: Normalerweise führt der Weg über „Extras, Internetoptionen, Allgemein, Dateien löschen“ sowie „Verlauf leeren“; unter „Inhalte, AutoVervollständigen“ können Sie Formulare und Kennwörter entfernen. Bei dieser Methode bleiben aber Dateien zurück, die immer noch weitreichende Einblicke in das jeweilige Benutzerverhalten erlauben. Wesentlich gründlicher arbeitet unser Tool pcwCleaner.
Firefox: Anders als der Internet Explorer schreibt dieser Browser nichts Verklausuliertes in die Registry. Alle Daten finden sich im Profilverzeichnis in den Dateien History.dat (Verlauf), Formhistory.dat (Formulardaten), Key3.db und Signons.txt (Passwörter), Cookies.txt (Cookies) und schließlich Downloads.rdf (Download-Chronik). Einfacher als das Löschen auf Dateiebene ist die Tastenkombination -- im Browser: Daraufhin erscheint eine Dialogbox, in der die wesentlichen Daten bereits ausgewählt sind. Mit der Schaltfläche „Private Dateien jetzt löschen“ befördern Sie diese ins Nirvana. Ausgenommen sind per Voreinstellung die Cookies und die gespeicherten Passwörter, die Sie aber per Option ebenfalls einbeziehen können.


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Ratgeber: Der große PC-Check - Teil:5

6. Energie-Optionen prüfen und optimieren

Umwelt und Geldbeutel werden es Ihnen danken, wenn Sie elektrische Geräte, die nicht benötigt werden, ausschalten. Beim PC ist das jedoch etwas komplizierter als bei einer Glühlampe. Hoch- und Herunterfahren dauern verhältnismäßig lange – in der Kaffeepause bleibt der Rechner danach einfach an.
Aktuelle Hardware lässt sich jedoch meist ohne Probleme in den Standby-Modus schalten. Das reduziert die Leistungsaufnahme je nach Modell etwa von 50 bis 80 Watt auf 5 bis 15 Watt. Im Standby-Modus (Vista: „Energiesparmodus“) wird im Idealfall nur der Hauptspeicher mit Strom versorgt. Bei einer vollständigen Trennung vom Stromnetz erfolgt allerdings ein normaler Neustart, und alle ungespeicherten Änderungen sind verloren. Stellen Sie daher über „Start, Computer ausschalten, Standby“ sicher, dass der PC den Standby-Modus tatsächlich beherrscht. Wenn das der Fall ist und Sie bei der nächsten Stromrechnung einige Euro sparen wollen, sollten Sie jetzt die Energie-Einstellungen prüfen und gegebenenfalls ändern. Dazu gehen Sie bei XP und Vista in der Systemsteuerung („Klassische Ansicht“) auf „Energieoptionen“.
XP: Auf der Registerkarte „Energieschemas“ können Sie „Monitor ausschalten“, „Festplatten ausschalten“ und „Standby“ aktivieren, indem Sie eine Zeit einstellen, nach der die Aktion erfolgen soll. Die Festplatte abzuschalten bringt allerdings wenig, denn sie läuft nach kurzer Zeit wieder an, da Windows ständig auf die Platte zugreift.
Vista: Hier lassen sich die Energieoptionen detaillierter einstellen als unter XP. Was bei XP „Energieschema“ heißt, nennt sich unter Vista „Energiesparplan“. Über „Energiesparplaneinstellungen ändern“ nehmen Sie Anpassungen vor. Noch mehr Optionen erhalten Sie über „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“. Unter „Netzschalter und Laptopdeckel, Netzschalteraktion“ können Sie beispielsweise „Energie sparen“ einstellen. Ein Druck auf den Netzschalter am Gerät versetzt den PC dann in den Standby-Modus, statt ihn auszuschalten. Ruhezustand: Neben „Standby“ beherrschen XP und Vista auch den „Ruhezustand“. Dabei schreibt das System den Inhalt des Speichers auf die Festplatte und lädt ihn beim Start wieder. Der Stromverbrauch des PCs im Ruhezustand entspricht dem des ausgeschalteten PCs. Anders als bei Standby können Sie das Gerät dann auch komplett vom Netz trennen, etwa über eine Steckerleiste mit Schalter. Hoch- und Herunterfahren dauert bei Ruhezustand etwa so lange wie bei der herkömmlichen Methode. Allerdings stellt Windows nach dem Start den Zustand des Desktops wieder so her, wie Sie ihn vor dem Ruhezustand verlassen haben. Und dadurch sparen Sie wirklich Zeit.
Tipp: Sollte unter Vista der Ruhezustand in den „Energieoptionen“ nicht auftauchen, gehen Sie im Startmenü auf „Alle Programme, Zubehör“. Im Kontextmenü von „Eingabeaufforderung“ klicken Sie auf „Als Administrator ausführen“. Geben Sie dann auf der Kommandozeile

powercfg -hibernate on

ein, und drücken Sie die -Taste.

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Ratgeber: Der große PC-Check - Teil:4

5. Speicherverwaltung auf Vordermann bringen

Wenn Ihr Windows-System mit der Zeit immer langsamer wird, liegt das meist daran, dass über die Jahre viel Software (de-)installiert wurde und auch das allgemeine Datenaufkommen auf den Festplatten stark schwankt. Wenn Sie auf Ihr System am Anfang nur eine Handvoll Anwendungen installieren und mit dieser statischen Konfiguration arbeiten, wird es über die Jahre auch kaum langsamer.
Festplatte defragmentieren: Nach einer bestimmten Benutzungsdauer werden große Dateien nicht mehr zusammenhängend auf die Platte geschrieben – das nennt man Fragmentierung, und die kostet Leistung.
Der übliche Weg, diesem Problem beizukommen, ist das Defragmentieren der Partition. Die Windows-Defragmentierung liefert aber oft gerade auf NTFS-Partitionen kein zufriedenstellendes Ergebnis, da sie den freien Speicherplatz nicht vollständig zusammenfasst. Besser ist es, Sie installieren Sie etwa Perfect Disk. Nachdem Sie das Tool gestartet haben, sehen Sie eine Liste Ihrer Laufwerke. Markieren Sie zum Beispiel Ihre Systempartition, und klicken Sie dann links auf „Analysieren“. Nachdem die Analyse abgeschlossen ist, schlägt das Tool Ihnen gegebenenfalls eine spezielle Defragmentierungs-Art vor, die Sie dann auch ausführen sollten. Bei der Systempartition ist ein Neustart erforderlich, da die Systemdateien bei laufendem System geblockt sind. Den Vorgang wiederholen Sie für jedes Laufwerk.
Nützlich: Über „Autopilot-Planung“ können Sie veranlassen, dass das Tool automatisch beim Start des Bildschirmschoners mit dem Defragmentieren loslegt.
Registry defragmentieren: Nachdem Sie die Daten auf Ihrer Festplatte richtig angeordnet haben, können Sie nun noch die Lücken aus den Registry-Dateien entfernen.
Die Registry besteht unter XP aus den Dateien SOFTWARE, SECURITY, SYSTEM, SAM und default im Verzeichnis Windows\System32\Config und der NTUSER.DAT im Benutzerverzeichnis %userprofile%. Jede dieser Dateien entspricht einem Zweig in der Registry (Hive), und jedes Mal, wenn Sie eine Software de-installieren, werden Einträge aus den entsprechenden Hives gelöscht. Das Problem dabei: Der Speicherplatz wird nicht freigegeben, so dass die Registry immer größer wird.
Mit der Freeware NT-Regopt können Sie die Registry unter Windows 2000 und XP defragmentieren und die Dateien wieder verkleinern, indem die Leerräume entfernt werden. Nach Abschluss der Defragmentierung müssen Sie den Rechner neu starten.Auslagerungsdatei verschieben: Wenn Sie mehrere Festplatten eingebaut haben, ist es nützlich, die Auslagerungsdatei von der Systempartition auf eine Partition einer anderen Festplatte zu verschieben. Dadurch verteilen sich die Zugriffslasten besser. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den Arbeitsplatz und wählen Sie „Eigenschaften, Erweitert“ (Vista: „Eigenschaften, erweiterte Systemeinstellungen“). Im Bereich „Systemleistung“ (Vista: „Leistung“) gehen Sie auf „Einstellungen“, öffnen die Registerkarte „Erweitert“ und klicken auf „Ändern“.
Markieren Sie nun eine Partition auf der zweiten Festplatte. Aktivieren Sie „Benutzerdefinierte Größe“, geben Sie als Anfangsgröße etwa die Größe Ihres Arbeitsspeichers und als Maximalgröße das Doppelte in MB an. Nach einem Klick auf „Festlegen“ wird die neue Auslagerungsdatei definiert. Markieren Sie Ihr Systemlaufwerk, aktivieren Sie „Keine Auslagerungsdatei“, und klicken Sie erneut auf „Festlegen“. Nach einem Neustart sind die Änderungen gesetzt.
Schneller herunterfahren: Wenn Windows zum Herunterfahren unzumutbar lange braucht, dann liegt das häufig an schlampig programmierten Anwendungen oder Treibern. Diese geben geöffnete Dateien im Benutzerprofil nicht wieder frei, obwohl das Programm längst beendet wurde. Die Folge: Das System wartet geduldig darauf, dass diese Datei endgültig geschlossen wird. Erst nach einem sehr langen internen Timeout erzwingt Windows das Entladen und kann endlich herunterfahren.
Die englischsprachige Microsoft-Software User Profile Hive Cleanup Service beschleunigt diesen Vorgang. Der Name ist irreführend, da das Gratis-Tool nicht etwa den Registry-Hive „Hkey_Current_User“ aufräumt. Es arbeitet viel einfacher: Sobald ein Anwender sich abmelden möchte oder Windows beendet werden soll, fordert der Cleanup-Dienst alle ungenutzten Resourcen zwangsweise zurück. Somit kann das Profil sofort entladen werden, und Windows fährt wieder in angemessener Zeit herunter.

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Ratgeber: Der große PC-Check - Teil:3

4. Benutzerbeschränkungen prüfen und korrigieren

Wirklich sicher ist ein System nur, wenn niemand darauf zugreifen kann – nicht einmal Sie selbst. Um den Computer komfortabel nutzen zu können, müssen Aktionen erlaubt sein. Welche das sind, legt ein komplexes Regelwerk aus Dateisystemrechten und Benutzerbeschränkungen fest. Unter Windows XP gibt es eigentlich nur eine wichtige Vorsichtsmaßnahme: Arbeiten Sie immer als eingeschränkter Benutzer und niemals als Administrator.

Dateizugriffe: Welche Rechte Sie tatsächlich haben, prüfen Sie am einfachsten, indem Sie ein Verzeichnis oder eine Datei im Windows-Verzeichnis erstellen. Schlägt der Versuch fehl, ist alles in Ordnung. Andernfalls haben Sie zu viele Rechte, und auch ein von Ihnen gestartetes Programm könnte Dateien im Windows-Verzeichnis anlegen oder ändern und damit Schaden anrichten. In diesem Fall sollten Sie über die Systemsteuerung und „Benutzerkonten“ das von Ihnen verwendete Konto mit dem Kontentyp „Eingeschränkt“ versehen. Achten Sie aber darauf, dass Sie immer Zugriff auf ein Konto mit administrativen Rechten besitzen. Sonst können Sie einige Programme wahrscheinlich nicht installieren und Systemeinstellungen nicht mehr ändern.
Netzzugriff: Standardmäßig ist XP Professional so eingestellt, dass Anwender mit einem Benutzerkonto auf Freigaben über das Netzwerk nur zugreifen dürfen, nachdem sie ein Kennwort eingegeben haben. Wem das zu kompliziert ist, der kann auch einen Gastzugang ohne Kennwort aktivieren. Bei XP Home ist das sogar der Standard. Wer allerdings vergisst, das Gastkonto wieder zu deaktivieren, hat ein potenzielles Sicherheitsproblem: Über ein offenes WLAN (Punkt 9) ist dann auch von außen der Zugriff auf die Freigaben möglich. Das Gastkonto lässt sich am schnellsten auf der Kommandozeile mit dem Befehl

net user gast /active:no

deaktivieren. Bestehende Verbindungen werden dabei nicht getrennt, Neuanmeldungen jedoch verhindert. Mit „net user gast /active:yes“ aktivieren Sie das Konto wieder.

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Ratgeber: Der große PC-Check - Teil:2

2. Installierte Anwendungen aktualisieren

Besonders Software, die das Netzwerk beziehungsweise die Internet-Verbindung nutzt, zeigt häufig von außen angreifbare Schwachstellen. Das sind vor allem Browser, Mailprogramme und Instant-Message-Anwendungen. Prinzipiell ist aber jedes Programm gefährdet: Aus dem Internet heruntergeladene Dokumente oder Multimedia-Dateien können beim Öffnen unerwünschten Programmcode einschleusen, außerdem lassen sich ungenügend gesicherte Komponenten (Active-X-Controls) von anderen Programmen missbrauchen.
Updates stopfen diese Sicherheitslücken. Da Windows – anders als Linux – nicht über eine zentrale Software-Verwaltung verfügt, müssen Sie auf die Auto-Update-Funktion der einzelnen Programme vertrauen. Wichtige Programme wie Firefox oder Thunderbird aktualisieren sich bei Bedarf automatisch selbst. Für andere Programme können Sie beispielsweise Updatestar einsetzen. Das kostenlose Tool ermittelt die auf Ihrem PC eingerichtete Software und zeigt Ihnen für die installierten Versionen alle verfügbaren Updates an.
Über die Schaltfläche „Download“ neben dem Programmnamen gelangen Sie auf die Website des Herstellers, von der Sie jeweils die aktualisierte Version herunterladen können. Updatestar aktualisiert sich übrigens regelmäßig selbst.

3. Systemfunktionen analysieren und Fehler entdecken

Ein regelmäßiger Blick in die Windows-Ereignisanzeige hilft, vorhandene Probleme zu ermitteln oder drohende Schwierigkeiten im Vorfeld zu erkennen. Alles, was auf Ihrem Rechner passiert, protokolliert Windows in der Ereignisanzeige mit. Im Fehlerfall findet sich dort eventuell ein Hinweis auf den Verursacher.
Protokoll auswerten: Sie rufen die Ereignisanzeige in der Systemsteuerung über „Verwaltung, Ereignisanzeige“ oder unter „Start, Ausführen“ mit dem Befehl „eventvwr“ auf. Die Fehlermeldungen und Warnungen unter „Anwendungen“ und „System“ sollten Sie genau lesen. Nach einem Doppelklick auf die Meldung finden Sie eine Fehlerbeschreibung und eine Ereigniskennung. Der jeweils enthaltene Link auf http://go.microsoft.com führt allerdings in der Regel ins Leere. Eine bessere Anlaufstelle für eine Fehleranalyse ist die englischsprachige Website http://www.eventid.net.
Sie können die Adresse auch direkt in der Ereignisanzeige verlinken und die unnützen Links zu Microsoft austauschen. Entpacken Sie dazu das Archiv pcwEventid, und importieren Sie Eventid.reg per Doppelklick. Nach einem Neustart sind die Änderungen gültig, und die Ereignisanzeige verweist direkt in die Datenbank von Eventid.net.
Wenn Sie in der Ereignisanzeige auf einen Link klicken, müssen Sie die Übertragung der Information bestätigen. Der eindeutige Fehlercode führt Sie im automatisch gestarteten Browser zum passenden Eintrag.
Baseline Security Analyzer: Mit dem englischsprachigen Gratis-Tool von Microsoft überprüfen Sie Ihr System auf Sicherheitslücken und unsichere Einstellungen, zum Beispiel aktivierte Active-X-Controls im Internet Explorer. Sie können damit auch andere Rechner scannen, die sich im selben Netz befinden – vorausgesetzt, Sie haben dort Admin-Rechte.
Nach dem Start lädt Microsoft Baseline Security Analyzer (MBSA) kurz aktuelle Infos über Sicherheitslücken und Updates herunter. Als Ergebnis erhalten Sie einen übersichtlichen Sicherheitsbericht, der die Befunde je nach Schweregrad unterschiedlich kennzeichnet und über Maßnahmen zur Abhilfe informiert. Diesen Empfehlungen sollten Sie folgen und danach MBSA zur Erfolgskontrolle erneut ausführen.
Windows Vista: Die „Zuverlässigkeits-überwachung“ ist ein Snap-in für die Microsoft Management Console (MMC). Es liefert einen Überblick über die Systemstabilität sowie eine Trendanalyse mit Detailinformationen zu Ereignissen, die sich auf die Stabilität des Gesamtsystems auswirken. Die Zuverlässigkeitsüberwachung rufen Sie am besten über die Computerverwaltung auf.
Die Aufzeichnung entsprechender Daten beginnt mit der Systeminstallation. Bis Daten über einen Zeitraum von 28 Tagen zur Verfügung stehen, wird der Stabilitätsindex im Diagramm als gepunktete Linie dargestellt. Erst danach ist eine Messbasis für eine Berechnung des Trends vorhanden.
In der oberen Hälfte der Zuverlässigkeitsüberwachung sehen Sie das Systemstabilitätsdiagramm und einen Kalender für die Auswahl eines Datums oder eines Datumsbereichs. Die Zuverlässigkeitsüberwachung speichert Verlaufsdaten für Systemstabilität und Zuverlässigkeitsereignisse über einen Zeitraum von einem Jahr. Im Systemstabilitätsdiagramm wird der fortlaufende Stabilitätsindex für das Betriebssystem angezeigt.
Unterhalb des Systemstabilitätsdiagramms sehen Sie mehrere Kategorien für Zuverlässigkeitsereignisse, die in die Stabilitätsberechnung für das System eingehen, beispielsweise „Anwendungsfehler“ und „Hardwarefehler“. Wenn Sie auf das Pluszeichen (+) neben einer Kategorie klicken, werden die Ereignisse für das gewählte Datum beziehungsweise den gewählten Datumsbereich angezeigt.

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Ratgeber: Der große PC-Check - Teil:1

Alles sicher! Wirklich? Prüfen Sie Ihren PC in 10 Schritten auf Herz und Nieren, und beseitigen Sie Schwachstellen. Wir liefern Tipps, Infos und Tools für ein sicheres, stabiles und schnelles Windows-System.
Wer beim Auto regelmäßig nach dem Öl- und Wasserstand sieht und auch noch Reifendruck und Bremsbeläge prüft, sollte seinem PC nicht weniger Aufmerksamkeit zukommen lassen. Bei Windows sind zwar Kolbenfresser und Bremsenversagen keine Gefahr, dafür rechnen aber zahlreiche Ganoven im Internet mit Ihrer Unachtsamkeit und versuchen, Sicherheitslücken im Windows-System und in der Software für dunkle Machenschaften auszunutzen. Durch konsequenten Systemcheck und regelmäßige Updates können Sie sich davor schützen und dafür sorgen, dass Windows weiter rund läuft. Wir bieten Ihnen kostenlose Tools, die Sie dabei unterstützen, indem sie das System auf fehlende oder unvollständige Aktualisierungen hin überprüfen und diese herunterladen.
Vorbeugen: Fehler schon im Vorfeld zu erkennen kann schwere Schäden und Datenverlust verhindern. Zu den Routineaufgaben gehört daher ein Blick in die Windows-Ereignisanzeige. Hardware-Ausfälle kündigen sich oft durch zahlreiche Einträge an. Das gilt beispielsweise für Schreib- oder Leseprobleme auf der Festplatte.
Wir geben Tipps, wie Sie mehr Informationen zu den meist schwer verständlichen Meldungen finden. Ebenfalls hilfreich beim Aufdecken drohender Gefahren ist Baseline Security Analyzer von Microsoft. Das Tool informiert Sie nicht nur über fehlende Updates, sondern auch über problematische Systemeinstellungen.
Ein Blick auf die Hardware darf ebenfalls nicht fehlen, denn auch DSL-Router können Schwachstellen für Angreifer bieten. Auch hierfür finden Sie Tipps für mehr Sicherheit und Schutz vor drohenden Gefahren aus dem Web.

1. Windows und Treiber aktuell halten

Täglich entdecken Sicherheitsspezialisten neue Schad-Software, die Fehler in Betriebssystem und Software ausnutzt. Die drohenden Gefahren reichen vom Systemabsturz über Fehlfunktionen in einzelnen Programmen bis hin zum Missbrauch des PCs zum Versenden von Spam-Mails. Die Angreifer bauen darauf, dass sich auf den Rechnern genügend veraltete und daher angreifbare Software befindet. Denn in den meisten Fällen sind es weniger die neuen, sondern vielmehr lange bekannte Sicherheitslücken, die den Schädlingen als Einfallstor dienen.
Windows & Co: Ziel des Angriffs sind insbesondere Windows und der Internet Explorer. Regelmäßige Updates sind daher Pflicht. Gegen Angriffe auf Sicherheitslücken schützen Sie sich effektiv mit den passenden Updates. Für Windows erhalten Sie diese automatisch. Aktivieren Sie dazu die Option unter „Systemsteuerung, Automatische Updates“. Wenn Sie das nicht möchten, verwenden Sie statt dessen das PC-WELT-Tool pcwUltimateLoader. Sie können damit auch ein Update-Archiv für die Versorgung mehrerer PCs oder für eine Neu-Installation anlegen. Weitere Infos finden Sie unter Treiber: Treiber selbst bieten selten eine Angriffsfläche, anders sieht es bei mitinstallierten Zusatz-Tools aus. Hinzu kommt, dass Treiber sehr stark auf Systemfunktionen angewiesen sind. Nach einem Windows-Update kann die Hardware daher Fehlfunktionen zeigen. Besonders betroffen sind die relativ komplexen Grafik- und Druckertreiber. Hier fehlt Windows ein zentrales Update-Management. Lediglich Windows Vista informiert über aktualisierte Treiber und lädt sie gleich herunter. Allerdings erhalten Sie dabei meist eine abgespeckte Version, die die Leistung der Hardware nicht optimal ausnutzt.
Wenn Sie sich nicht selbst um Treiber-Updates kümmern wollen, hilft Ihnen beispielsweise Driver Genius weiter. Das Tool aktualisiert die meisten der vorhandenenTreiber und beugt Problemfällen vor, indem es den letzten Zustand sichert und wiederherstellt.

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