Mittwoch, Januar 23, 2008

SECURITY- Schädling greift Screen-Reader-Software an

Im Sicherheits-Blog von Sophos berichten die Sicherheitsexperten von einem Schädling, der sogenannte Screen-Reader-Software für blinde und sehbehinderte Computernutzer abschießt. Screen-Reader lesen die Bildschirminhalte vor und ermöglichen so Blinden, Computer zu nutzen.Das Problem konnten die betroffenen Nutzer offenbar schnell einkreisen: Für den eingesetzten populären Screen-Reader JAWS hatten die Anwender einen Crack aus dem Netz geladen und installiert. Dieser Crack hatte jedoch neben der Patch-Routine, die Jaws auch ohne gültige Lizenz lauffähig macht, einen Schädling im Gepäck.
Der Trojaner bringt auch eine Schadroutine mit: Seit dem 26. Dezember des vergangenen Jahres wird er aktiv und durchsucht die Prozessliste nach Namen bekannter Screen-Reader wie Jaws, Windows Eyes, Microsoft Narrator, HAL Screen Reader sowie Kurzweil und beendet sie. Dadurch können die Betroffenen möglicherweise ihren Rechner nicht mehr bedienen.Der Schädling schützt seine Prozesse vor dem Beenden, indem zwei Prozesse überprüfen, ob der jeweils andere Prozess noch aktiv ist und gegebenenfalls erneut eine Kopie starten. Er überwacht zudem seinen Registry-Schlüssel zum Autostart und stellt ihn wieder her, sollte er verändert oder gelöscht werden. Er lässt sich Sophos zufolge daher am besten mit einem Virenscanner auf einem sauberen Bootmedium entfernen.
Die Motivation der Schädlingsbastler bleibt derweil unklar, sie scheint aber mangels Keylogger-Funktion nicht finanzieller Natur zu sein. Es hat vielmehr den Anschein, als wollte der Autor Nutzer illegaler Software-Kopien bestrafen .
(quelle:Heise.de)

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Samstag, März 24, 2007

Security - Sieh mal, wer da horcht

Die Webseite toolster.de sieht auf den ersten Blick aus, wie eine harmlose Spieleseite mit jeder Menge kostenloser Software. Da gibt es Rubriken für Action, Arcade, Jump'n'Run und natürlich Listen mit Top10 Downloads. Die von heise Security geprüften zufällig ausgewählten AfterBurner3D, Zelda Classic und Super Mario World haben jedoch eines gemeinsam: Analog zum trojanischen Pferd der griechischen Sage dienen die Spiele nur als Lockvogel, mit dem sich arglose Surfer Unheil auf den Rechner holen. Norton Antivirus identifiziert den zum Vorschein kommenden Schädling folgerichtig als Backdoor.Trojan.
Mehr zu dem Thema und Erklärungen auf der Original-Seite von Heise, die auch die Quelle dieser Information ist.
Es macht traurig, zu sehen, daß man mittlerweile fast keine Seite mehr anklicken kann, ohne sich voher informiert zu haben. Aber es ist wohl wie im Leben, Gutes und Böses liegen dicht beieinander.

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Mittwoch, März 21, 2007

Kaspersky empfiehlt Interpol für das Internet

Der Mitbegründer der russischen Sicherheitssoftware-Firma Kaspersky Lab, Eugene Kaspersky, hat sich für die Etablierung einer internationalen Internet-Kriminalpolizei ausgesprochen. In einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) sagte Kaspersky, es sei schwer für nationale Ermittler, Computerkriminalität zu stoppen, da die Täter meist international aktiv seien. "Wir brauchen Interpol fürs Internet. Die Europäische Kommission denkt schon über so etwas nach, aber das reicht nicht. Die russische, die chinesische und die amerikanische Polizei müssen auch mitmachen", verdeutlicht Kaspersky.
Auf die Frage, was passieren soll, wenn nicht alle Länder mitmachen, sagte der 41-Jährige: "Diesen Ländern würde ich den Zugang zum Internet versperren." Kaspersky, der die Forschungsabteilung von Kaspersky Labs in Moskau leitet, geht davon aus, dass die Zahl der Schadprogramme in Zukunft weiter steigen wird. Auch die Zahl der Hacker werde weiter zunehmen, "denn Computerhacking ist ein sehr lukratives Geschäft mit einem geringen Risiko". 2006 seien auf der ganzen Welt gerade mal hundert Hacker festgenommen worden. Es gebe aber tausende. "Und ich fürchte, dass die Zahl der Hacker auf 10.000 oder 100.000 steigen wird."
Das neue MS-Betriebssystem Windows Vista hält Kaspersky, dessen frühere Ehefrau Natalja zuletzt laut über einen Börsengang von Kaspersky nachgedacht hatte, für sicherer als Windows XP. Microsoft habe einige Türen für Hacker geschlossen. Es sei aber unmöglich, alle zu schließen. Microsoft tue eine Menge für die Sicherheit der Nutzer, vollkommene Sicherheit bedeute aber, "dass man nicht mehr online gehen darf". Anwender müssten deshalb selbst mehr für ihre Sicherheit im Netz tun, es genüge auch nicht, ein Antivirenprogramm auf seinem Rechner zu installieren. "Aufklärung ist nötig", mahnt Kaspersky, "und die sollte bereits in der Schule anfangen".
Phishing hält der Sicherheitsexperte auch künftig für ein großes Problem, weil es ein lukratives Geschäft sei und "die Leute diese Mails immer noch öffnen". Handy-Viren würden wegen der geringen Verbreitung von Smartphones noch weniger Probleme bereiten, seien aber ebenfalls eine ernst zu nehmende Bedrohung. Es wisse von einem russischen Mobilfunkbetreiber, der jeden Monat 20.000 bis 30.000 infizierte Multimedia-Nachrichten abfängt, erklärte Kaspersky im HAZ-Gespräch. Diese würden wie ein E-Mail-Wurm funktionieren und Mobiltelefone beispielsweise so infizieren, dass sie kostenpflichtige SMS-Dienste empfangen. "Trau keinem, den du nicht kennst", warnt Kaspersky. "Also keine Nachrichten von unbekannten Absendern lesen. Außerdem sollte der Datenempfang via Bluetooth ausgeschaltet sein."
(Quelle. Heise.de)

Auch wenn ich die Tragweite des Problems verstehe, bleibt der unangenehme Beigeschmack, daß ja eigentlich der Urgedanke des Internets war, eine Interkontinentale Verbindung zu schaffen, die nicht erst durch abertausende Sicherheitskontrollen zum Ziel kommt. Vielleicht klingt es übertrieben, aber sollte man dann nicht sofort eine Gedanken-Polizei schaffen? Im übrigen gibt es doch Interpol schon lange, hab en die nicht genug Computer? Aber so hat Herr Kaspersksy wenigstens mal wieder eine Schlagzeile mit seinem Namen geschaffen, denn die Konkurrenz auf dem Gebiet Security ist ja bekanntlich sehr groß.

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