Donnerstag, Januar 07, 2010

Angeklagter Hells Angel beschuldigt Komplizen

Auch die unverbrüchliche Solidarität unter Rockern hat Grenzen: Im Mordprozess von Kaiserslautern sind Mitglieder der Hells Angels angeklagt, einen Regionalchef der rivalisierenden Outlaws getötet zu haben. Einer der Höllenengel beschuldigte nun seine Komplizen.

Kaiserslautern - Der 42-Jährige räumte am Donnerstag vor dem Landgericht den tödlichen Überfall auf den Angehörigen des rivalisierenden Motorrad-Clubs Outlaws im Wesentlichen ein.

Er selbst sei aber davon ausgegangen, dass das Opfer "nur eine Tracht Prügel" erhalte, beteuerte er. Er habe nicht gewollt und gewusst, dass der 45-Jährige getötet werde. Auch sei er selbst nicht aktiv geworden, sondern habe die Tat nur vom Auto aus verfolgt.

Neben dem 42-Jährigen ist ein 29-Jähriger aus Mannheim angeklagt.

Die beiden Mitglieder des Motorrad-Clubs Hells Angels sollen im Juni mit einem dritten Komplizen einen Regionalchef der Outlaws getötet haben. Der dritte Tatbeteiligte ist flüchtig.

Der 42-jährige Hells Angel war wenige Tage zuvor von einem anderen Outlaw verletzt worden. Das Trio hatte den 45-jährigen Outlaw in einem Mietwagen verfolgt und ihn gestoppt. Bei dem Ort Stetten war der Mann so schwer verletzt worden, dass er starb.

Laut Staatsanwaltschaft war der Mord an dem 45-Jährigen eine "Vergeltungsaktion".

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