Montag, April 28, 2008

Klick den Adolf Hitler - YouTube und Co. – unsere wöchentliche Telepolis-Videoschau

YouTube und Co. – unsere wöchentliche Telepolis-Videoschau

Hitler geht immer. Hitler sorgt für Aufmerksamkeit, bringt Quote und jede Menge Klicks. Dennoch wurde er jetzt von Amazon zur unerwünschten Person erklärt. Wer noch bis Mitte dieser Woche auf den amerikanischen Seiten des Versandhändlers in der Rubrik "Bekleidung" ("Apparel") nach "Hitler" suchte, der bekam nämlich gleich mehrere Angebote angezeigt. Darunter T-Shirts mit dem Aufdruck "Hitler was Pro-Choice" ("Hitler war ein Abtreibungsbefürworter"), "I Love Alois Hitler" - so hieß Adolf Hitlers Vater. Und eben auch kurz und knapp und mit einem roten Herzen versehen: "I Love Hitler". Wem das nicht gefiel, der konnte dort übrigens alternativ das "Afrika Korps Tour Shirt" kaufen, um damit dann durch die Gegend zu rommeln.
Das alles ist jetzt plötzlich verschwunden, vermutlich weil in verschiedenen deutschen Medien darüber berichtet wurde. Und wer nach Hitler sucht, den konfrontiert Amazon nun mit der sinnigen Frage: "Did you mean hustler?"
Noch nicht verschwunden ist dagegen in der Ukraine die Hitler-Puppe mit Reservekopf. Dazu schreibt das Blog Klatsch-Tratsch.de: "Die 40cm große Action-Figur gibt es komplett für umgerechnet 124 Euro mit Leder-Trench-Coat, Stiefeln, Hakenkreuzbinde und mehreren TeilenWechselklamotten. Obwohl die ukrainischen Gesetze jede Form von Faschismus oder Propaganda verbieten, befinden sich die Puppen im Verkauf und sollen in diesem Sommer massenhaft vermarktet." Und in einem Film der BBC kann man sich die Puppe mal ganz genau ansehen. Auch bei YouTube ist Hitler äußerst populär. Eine Suche nach ihm ergibt immerhin 64.500 Treffer, Stalin bringt es dagegen nur auf 4.760.
Ruhm und Ehre strebt im positiven Sinne auch Thomas Doll an. Zwar kämpft er als Trainer von Borussia Dortmund eher auf verlorenen Posten, aber mit einer einzigen Rede hat er sich jetzt selbst zur Legende gemacht. Eine Kurzfassung seines Ausrasters gibt es hier. Und eine längere Fassung samt Bericht liefert Ruhrnachrichten.de.
Völlig untergegangen ist diese Woche der internationale "Fuck the Earth Day", ein neuer und äußerst sinnvoller Feiertag, der in diesem Video vorgestellt wird. Und an dem bestimmt auch der US-Präsident Gefallen finden wird. Wie volksnah George W. ist, bewies er ja bei einem Kurzauftritt in einer US-Gameshow. Dass er damit gleich ein Erdbeben auslöste, konnte er ja nicht ahnen.
Zum Schluss noch der Hinweis auf einen Magier, der sogar über das Wasser gehen kann. Auf ein koreanisches Kleinkind, das herzergreifend "Hey Jude" singt. Und auf eine wirklich nette Roy-Black-Parodie.

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