Samstag, März 31, 2018

Warum eine CCleaner-Funktion komplett für den Eimer ist:

CCleaner ist mit Abstand das beliebteste Programm, wenn es um das Freimachen von Speicherplatz geht. Das ist für viele Nutzer wichtig und dementsprechend beliebt ist der Download. Aber eine Funktion passt nicht wirklich dazu.

Ich bekenne mich schuldig, ich bin Windows-Frühjahrsputzer. Wenn andere am ersten schönen Wochenende des Jahres Balkone, Terrassen und Keller aufräumen, hocke ich mich an den PC. Doch ich will meinen Rechner damit nicht schneller machen, das klappt auf diesem Weg auch nicht wirklich. Für mich geht es dabei um zwei Dinge, Ordnung und freien Speicherplatz. Warum soll ich Programme auf meinem System lassen, die ich nicht mehr nutze, warum Ordner, die ich nicht mehr brauche? Da ich recht versessen auf aktuelle Backups bin, möchte ich auch vermeiden, dass unnützer Kram dann immer noch gesichert wird. Aber warum CCleaner, die Datenträgerbereinigung macht doch einen guten Job? Stimmt, aber CCleaner bietet unter "Tools" ein paar sinnvolle Werkzeuge. Beispiel vorinstallierte Apps unter Windows 10: In CCleaner auf "Uninstall" klicken und wirklich alle lassen sich entfernen. Auch böse Browser-Plugins, die sich in Chrome und Firefox verstecken können, entfernt CCleaner. Der Disk Analyzer zeigt besonders große Dateien an, alles keine Raketenwissenschaft, aber praktisch finde ich ihn.

Registry-Cleaning ist wirkungslos Lösch-Aktion: Einträge aus der Registry zu löschen bringt nichts, es kann sogar Probleme verursachen.
Lösch-Aktion: Einträge aus der Registry zu löschen bringt nichts, es kann sogar Probleme verursachen. CHIP
CCleaner bietet gute Cleaning-Funktionen und setzt an den richtigen Stellen an. Nicht umsonst ist das Programm seit Jahren unter den beliebtesten Downloads bei CHIP vertreten und auch ein Hack im letzten Jahr konnte den Erfolg nur kurzzeitig bremsen. Übrigens geht CCleaner auch nicht mit der Holzhammer-Methode vor. Unter "Advanced" sind risikoreiche Bereiche vorab erstmal nicht aktiviert, selbst die Datenträgerbereinigung geht da offensiver vor. Was aber meiner Meinung nach gar nicht passt, ist das prominente Registry-Cleaning, denn das bringt nichts und kann sogar Probleme verursachen. CCleaner spendiert dafür aber sogar einen sehr gut sichtbaren Menüpunkt. Das sieht für den Nutzer aber so aus, als ob es wirklich wichtig wäre, dabei ist es komplett überflüssig.
Angebliche Probleme Zu prominent: Der Registry-Cleaner ist zu prominent platziert; Nutzer gewinnen den Eindruck, man muss die Registry von Problemen befreien.
Zu prominent: Der Registry-Cleaner ist zu prominent platziert; Nutzer gewinnen den Eindruck, man muss die Registry von Problemen befreien. CHIP
Klickt man in den Bereich "Registry" in CCleaner, sind alle Optionen abgehakt und CCleaner findet bei einem Scan-Durchlauf jede Menge Probleme. Wirklich informiert wird man aber nicht über deren Hintergrund. Das Risiko ist groß, dass Nutzer einfach mit einem Mausklick alle angeblichen Probleme von der Automatik lösen lassen und sich damit echte Probleme einhandeln.
Ungewisser Ausgang Backup: Wer gar nicht die Finger vom Registry-Cleaning lassen kann, sollte vorher ein Backup machen.
Backup: Wer gar nicht die Finger vom Registry-Cleaning lassen kann, sollte vorher ein Backup machen. CHIP
Bei Registry-Arbeiten sollte man nicht mit der großen Keule vorgehen, sondern nur immer einzelne Einträge anpassen. Sonst handelt man sich unter Umständen echte Probleme ein, die man nur schwer lösen kann. Immerhin bietet CCleaner vorab ein Registry-Backup an. Wer also gar nicht von der Funktion lassen kann, sollte auf jeden Fall ein Backup machen. Ich finde das ganze Thema Registry-Cleaning aber überflüssig. Was dagegen Power-User einsetzen können, ist ein Registry-Editor.
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Finger weg von Registry-Cleaning

Registry-Cleaning gehört wie RAM-Cleaning in die Abteilung Placebo. Schlimmer noch, es bringt nicht nur nichts, sondern kann in manchen Fällen auch Probleme verursachen. Zwar baut CCleaner zumindest ein Registry-Backup dazwischen, aber warum sollten Nutzer hunderte aufgelistete Registry-Probleme sichern, wenn CCleaner doch behauptet, er könne alles reparieren? Meiner Meinung nach passt der Registry-Cleaner einfach nicht zu den anderen Werkzeugen in CCleaner, am besten also Finger weg.


 









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