Montag, Juni 23, 2008

Studie: Jeder dritte Achtjährige telefoniert mobil

Mehr als zwei Drittel der Zehn- bis Elfjährigen und ein Drittel der Acht- bis Neunjährigen telefonieren mobil, berichtet das Magazin Focus, das sich dabei auf eine vorab veröffentlichte Studie des Marktforschungsunternehmens IconKids & Youth beruft. Laut Marktforscher Ingo Barlovic steige der Wunsch, die Kinder immer erreichen zu können, wenn beide Elternteile berufstätig sind und die Kinder Ganztagsschulen besuchen. Der Trend hin zu immer jüngeren Handynutzern werde sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen.
Ungeklärt hingegen sind die langfristigen Auswirkungen der Handynutzung bei Kindern. Zwar gibt es laut einer Studie des Bundesamts für Strahlenschutz bei Erwachsenen keine Hinweise auf ein Krebsrisiko. Jedoch war die Studie nur auf weniger als zehn Jahre angelegt, so dass mögliche langfristige Risiken, besonders für Kinder, noch nicht abschließend geklärt seien.
Die Deutsche Kinderkrebsstiftung empfiehlt, dass Kinder und Jugendliche Handys eher zurückhaltend nutzen sollten. Bei Kindern unter zwölf Jahren sei laut Ulrich Ropertz, Vorsitzender der Stiftung, vom mobilen Telefonieren ganz abzuraten. Schließlich befände sich das kindliche Gehirn noch im Wachstum und reagiere daher empfindlicher auf Strahlung. Deswegen seien laut Ropertz weitere Studien, die sich mit dem Risiko der Handystrahlung für Kinder beschäftigen, zwingend notwendig.

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