Freitag, Februar 01, 2008

Deutsche Musikindustrie freut sich über Klage gegen Torrent-Tracker Pirate Bay

Am Donnerstag hat der schwedische Staatsanwalt Håkan Roswall Anklage gegen drei Betreiber des Torrent-Trackers The Pirate Bay sowie einen Geschäftsmann erhoben. Heute meldet sich dazu der Bundesverband Musikindustrie zu Wort. Er begrüßt in einer Mitteilung, dass einer der größten Torrent-Tracker wegen Verstößen gegen das Urheberrecht zur Rechenschaft gezogen werden soll. "Entgegen ihrer Behauptung, das Angebot aus rein idealistischen Gründen zu betreiben, profitieren die Betreiber von Anzeigenerlösen und mussten letztes Jahr in einem Fernsehinterview sogar eingestehen, Geldmittel aus dem rechtsradikalen Umfeld erhalten zu haben", heißt es in der Mitteilun

Diee schwedische Polizei hatte 2006 die Server des Torrent-Trackers beschlagnahmt und Beweismittel gesichert. Nach anderthalb Jahren Ermittlungsarbeit ist die Klageschrift jetzt vor Gericht eingegangen. Staatsanwalt Håkan Roswall fordert laut einem Bericht der schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter 1,2 Millionen Kronen (127.000 Euro) und die Übergabe der Rechner an die Behörden. Die Höhe des geforderten Schadenersatzes richtet sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nach dem Minimum des Profits durch die angeblichen Urheberrechtsverletzungen. Die Pirate-Bay-Betreiber hingegen widersprechen. Jegliche Werbeeinnahmen flössen als Investition in die Technik zurück. Als Zeugen der Anklage sollen Vertreter der IFPI sowie der schwedischen Anti-"Piraterie"-Kampagne Antipiratbyrån aussagen.

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