Dienstag, Mai 23, 2006

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 3500 Tauschbörsen-Teilnehmer

In einer von der Staatsanwaltschaft in Köln und der Polizei im Rhein-Erft-Kreis koordinierten Aktion gegen die unerlaubte Verbreitung von Musikstücken im Internet sind heute bundesweit 130 Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Es seien insgesamt 3500 Verdächtige identifiziert worden, die jeweils bis zu 8000 Dateien über die Tauschbörse eDonkey angeboten haben sollen! Hier die Nachricht mit Details bei HEISE.
Stellt sich als erstes die Frage, ob die gern genutzten "IP-Filter" überhaupt von Nutzen sind. Dazu folgende Gedanken:
Ich habe auch mit Schaudern gelesen, was heute passiert ist! Dennoch denke ich, daß die IP-Filter zumindest ein wenig helfen, ungebetene Gäste fernzuhalten. Anonymes tauschen ist logischerweise ja mit emule/edonkey nicht möglich, wie man ja auch an der eigenen IP im Programm erkennen kann. Man sollte nicht zu viele Dateien zum Tausch anbieten, denke ich und vielleicht auf ein dezentrales Tausch-Netzwerk umsteigen. Ich persönlich werde mir jetzt mal Bittorrent genauer ansehen, denn das hat ja den Ruf etwas anonymer zu sein, da dort ja keine Server nötig sind, wo die verräterischen Logfiles gespeichert werden. Wäre jeder Server-Besitzer so schlau, wie der des vor kurzem vom Netz genommenen "Razorback-Server", hätte man vielleicht größere Chancen unentdeckt zu bleiben, denn da waren alle Logfiles Im Cache, was zur Folge hatte, das beim abschalten des PCs alles futsch war :-D Man sollte allerdings nie vergessen, daß man im Netz eigentlich so gut wie gar nicht anonym tauschen kann. Wäre das gleiche, als wenn man jemandem einen Brief schicken will, aber die Adresse nicht kennt. (Das Beispiel ist vielleicht etwas dürftig, stellt aber den Sinn ganz gut dar, hoffe ich :-D )
Jetzt haben die netten Leute von der Staatsanwaltschaft erstmal Monate, oder gar Jahre zu tun, bis alle Daten ausgewertet sind und alle User identifiziert sind hoffe ich still und heimlich...
Greetz and keep on sharing,
megablaster

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